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Das Projekt

Das Pink Paddler Projekt

Das Pink Paddler Projekt – Pink Patrol

Das Pink Paddler Projekt ist nichts anderes, als dass Brustkrebsüberlebende Frauen zusammen im Team paddeln und sich gegenseitig unterstützen. Pink darum, weil die Brustkrebsschleife, die Unterstützung symbolisiert, eben pink ist.

Die Idee dazu kamen der Wiesbadenerin und Trainerin Hanne Braselmann und mir Frank Plewka bei den World Police & Fire Games in Kanada 2009 nachdem wir dort ein Pink Paddler Team kennengelernt und mehr über diese internationale Bewegung erfahren hatten.

Wir vereinbarten, dass wir versuchen wollten an unseren Heimatstandorten in Wiesbaden und im Ruhrgebiet das Unsrige zu tun, ebenfalls Pink Paddler Teams zu gründen.

Zurück in der Heimat brauchte ich nicht lange, meinen Freund und Arbeitskollegen Ralph Jeske dafür zu begeistern. Sie werden sich fragen, wie Männer dazu kommen, sich für Brustkrebs zu interessieren und die Antwort ist manchmal ganz einfach. Es ist zum Einen die mittelbare Betroffenheit, den Krankheitsverlauf einer 32-jährigen, lieben Kollegin mitzubekommen und hilflos zu sein. Man erkundigt sich, hört nach und erfährt, dass es der häufigste bösartige Tumor bei der Frau ist und die Zahlen der betroffenen „Jüngeren“ steigen.
Zum Anderen, als ich meiner Mutter euphorisch von meinem „Projekt“ erzählte, fragte sie mich, ob ich mich an meine „Brust-OPs“ erinnern könne? Ich erinnerte mich vage, denn ich war etwa Dreizehn und wusste nur, dass etwas raus musste.
In dem Alter macht man sich keine Gedanken. Meine Mutter meinte nur, dass es eine Vorstufe von Brustkrebs gewesen sei. Von damals sind mir nur die Narben geblieben. Die Erinnerung ist verblasst.

Dann erinnert man sich, dass Sport gesundheitsfördernd sein kann und erkennt, dass es in dem eigenen Sport eine weltweite Bewegung gibt, in der so genannte BCS (Breast Cancer Survivor) gemeinsam Drachenboot fahren. Mehr noch, sie treffen sich weltweit und fahren Rennen gegeneinander. Die Teammitglieder und Teams unterstützen sich untereinander, geben sich Halt und Zuspruch.

Während es in vielen Ländern, auch Nachbarn wie Italien, den Niederlanden oder der Tschechei bereits erste Teams gibt, haben wir in Deutschland bislang keine Gruppen gefunden, die dieser Bewegung Vorschub leisten könnten.

Wie das Team entstand

Natürlich ist es nicht so, dass man sagt: „Ich will ein Pink Paddler Team gründen!“, und es eilen Frauen aus allen Ecken des Gebietes zusammen. Da steckt natürlich viel mehr hinter. Über die verschiedenen Patienteninitiativen der umliegenden Brustkrebszentren, die wir angeschrieben oder angerufen haben, bekamen wir Zugang zu den verantwortlichen Ober- und Chefärzten, bei denen es uns gelang sie ebenfalls für dieses Projekt zu begeistern.

Die ersten Trainings veranstalteten wir im Oktober 2009 mit Unterstützung unseres befreundeten Clubs Canutouring Wanne.

Denn wir hatten bislang die Idee aber noch kein eigenes Boot. Ralph und ich hatten uns nämlich von unserem alten Team getrennt, weil wir einen zentraleren Standort für unser Projekt benötigten. Wir gingen an den Kemnader Stausee, welcher direkt a einer Autobahn liegt und aus allen Richtungen zu erreichen ist.

Es gelang uns, den Lions Club Allegra als Sponsoren für dieses Projekt zu gewinnen mit dessen Unterstützung wir ein gebrauchtes Drachenboot kaufen konnten.

Schon die Bootssegnung und Erweckung des Drachens war anderes. Die Segnung wurde durch den evangelischen Polizeiseelsorger Hajo Witte vorgenommen. Ein Profi in Sachen Drachenboot. Es war sein viertes Drachenboot welches er vor seiner Erweckung auch christlich segnete.

Er erkannte sofort, dass von den Frauen etwas ganz Besonderes ausgestrahlt wurde. Ganz im seemännischen Stil umschrieb er es mit guten Wellen und einer besonderen Wärme, die von ihnen ausging.

Und so ist es auch. Es macht einfach Spaß mit dieser Truppe zu trainieren. Anschließend wurde der Drache im Sinne chinesischen Tradition durch Mitglieder des Lions Clubs Allegra erweckt.

Mittlerweile hat sich das Team gefunden und trainiert fleißig und voller Elan miteinander. Ich denke, dass aus dem Projekt mehr geworden ist. Es ist ein fester Bestandteil unseres Vereinslebens. Jetzt gilt es nicht aufzuhören, die Bewegung zu verbreiten.

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